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Zurückliegende Veranstaltungen

08.05.2009
Europäische Aktionstage zur Gleichstellung von Menschen
mit Behinderungen und bundesweite Kampagne

"Teilhabe jetzt - Eine Gesellschaft für alle" - es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

Wir laden ein zur Aktion für eine barrierefreie Innenstadt.

Schon lange ist hier z. B. die Rede von der Überwindung des Höhenunterschieds zwischen Oberstadt und Unterstadt oder der Plage mit dem schönen aber holprigen Pflaster …
Wir bringen Umleitungsempfehlungen mit, Vorschläge, Musik, Straßentheater …

Bei uns gibt es die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und "Gesellschafter-Führerscheine"

am Freitag, 8. Mai 2009 um 17.00 Uhr am Fuß der Martinitreppe auf dem Scharn in Minden
Herzlich willkommen bei Spiel und Spaß mit bitterernsten Sachverhalten!
Mitwirkende: Die Fittinge, der Arbeitskreis Barrierefreie Innenstadt, Die Clown Pellegrini, Die T(R)ollies …

 


 

6.12.2004
Jahresempfang der Fittinge im Saal der Toleranz der jüdischen Gemeinde Minden


Denkst du,
du kannst das Universum in die Hand nehmen
und es vollkommen machen?

Ich glaube nicht, dass sich dies tun lässt.
Das Universum ist heilig.
Vollkommener machen kannst du es nicht.
Wenn du es verändern willst,
wirst du es zugrunde richten.
Wenn du es festhalten willst,
wird es dir entgleiten.

Daher meidet der Weise
Übertreibung, Maßlosigkeit und
Selbstzufriedenheit.

Lao Tse


Wieder einmal treffen wir uns zu Information und Gesprächen, aber auch zu Musik, Pantomime und Matjes. In diesem Jahr spricht die Sozialwissenschaftlerin Erika Feyerabend zum Thema "Was ist der "Mensch" -Sterbliches Einzelexemplar oder genormte und planbare Biomasse?


Die Referentin ist freie Journalistin und Geschäftsführerin des Vereins "BioSkop - Forum zur Beobachtung der Biowissenschaften"

Den künstlerischen Rahmen gestalten:
Susanne Burgschweiger (Querflöte) und Katharina Sandow (Pantomime)

 



04.04.2003
Wochenendseminar "Alles im Fluss"

Angeregt durch das Thema "Wasser" der Rio + 11 - Veranstaltung in Minden haben sich die Fittinge für ihre Arbeit in diesem Jahr das Motto "ALLES IM FLUSS" gesetzt. Als Einstieg hierzu lädt der Vorstand die Mitglieder der Fittinge und alle MitbürgerInnen, die auch Lust haben, die Zukunft mit zu gestalten, zu einem Wochenendseminar ein. Jede und jeder kann Zukunft gestalten!

 

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Frühjahr 2003
Interaktives Projekt der Tucholsky Bühne Minden

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar - - es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -

 


 


06.12.2002
10 Jahr Sühnestein

 


 

03.11.2002
Gottesdienst im Dunkeln...

...in der Kirche Im grünen Winkel
Minden, Im grünen Winkel (Einfahrt von der Kuhlenstraße), Minden

 


 

09.07.2002
Informationsveranstaltung im Alten Amtsgericht in Lübbecke

"Möglichkeiten und Grenzen der Sonderpädagogischen Förderung in der Sekundarstufe 1 in der Regelschule"

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Eine Bestandsaufnahme der Situation im Kreis Minden-Lübbecke und mögliche Perspektiven.

Fachleute der Bezirksregierung, des Schulamtes und PädagogInnen mit Erfahrungen im Gemeinsamen Unterricht und Sonderpädagogischen Fördergruppen in Sekundarbereich 1 stehen Rede und Antwort.

Welche Möglichkeiten des Engagements bieten sich an? Ergebnisse dieser Veranstaltung finden Sie in der Zusammenfassung der Veranstaltung (PDF-Datei).

 




Mai 1998
Mindener Plattform

"Die Würde des einzelnen Menschen und die Zukunft der Menschheit"

Erklärung der Fittinge zu Fragen der Ethik in Biologie und Medizin im Mai 1998

mit Bezug auf das Grundgesetz, das Transplantationsgesetz und das Embryonenschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland sowie das europäische Menschenrechtsübereinkommen zur Biomedizin.

Aus Anlass der neuen Entwicklungen und technischen Möglichkeiten in Biologie und Medizin wollen die Fittinge sich für den sinnvollen Einsatz von Wissenschaft und Forschung aussprechen. Das Wohl des einzelnen Menschen und das der Menschheit bildet unserer Ansicht nach eine untrennbare Einheit, für die nicht nur Experten Verantwortung tragen. Wir wollen versuchen, als Beitrag zur eigenen Meinungsbildung komplizierte Sachverhalte allgemeinverständlich darzustellen, ohne Wesentliches auszublenden. Definitionen und Entscheidungen Dritter (Gremien, Ethik-Kommissionen, Gesetzgeber ...) entbinden den einzelnen nicht von der ethischen Verantwortung. Jeder Mensch wird früher oder später mit den angesprochenen Themen in Berührung kommen und Position beziehen müssen. Dass dies im Interesse eines menschenwürdigen Lebens für alle Beteiligten geschieht und keinem Mitglied der menschlichen Gemeinschaft die Solidarität aufgekündigt wird, ist unser aller Aufgabe.

Lesen Sie die vollständige Erklährung hier als PDF-Dokument.

 


 

06.12.1992
Errichtung des "Sühnestein 1992" des Mindener Bildhauers Udo Kurz

Am 6. Dezember 1992 errichteten die Fittinge den "Sühnestein 1992", den der Mindener Bildhauer Udo Kurz erarbeitet hatte, und übergaben ihn den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Minden, stellvertretend für diese dem damaligen Bürgermeister Siegfried Fleissner.

Udo Kurz führte damals aus:

"Ich könnte ihn auch Schuldstein nennen, denn er hatte in den - es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -vergangenen Jahrhunderten mindestens zwei wichtige Funktionen Zum ersten sollte er eine über Generationen geführte Blutrache verhindern, zum Zweiten konnte sich ein Totschläger mit dem Setzen eines Sühnesteines und der Zahlung eines Geldbetrages freikaufen".

Auf den zweiten Aspekt des Sühnesteines kommt es mir an.

Auf Grund dieser merkwürdigen Rechtsregelung bis weit über das späte Mittelalter hinaus, möchte ich versuchen eine Parallele zu ziehen zum denkwürdigen Jahr 1992.

Ich werfe die Frage auf, angesichts des schon wieder eskalierenden Faschismus: Pflegen wir heute noch eine ziemlich verlogene Tradition? Waren alle Mahnmale zum Gedenken an den Holocaust vor 1945 nur eine fadenscheinige Gewissensberuhigung, ein Akt des Freikaufens, der vor allen Dingen von der Verantwortung des einzelnen Bürgers ablenken sollte? Oder gar verlegene Lippenbekenntnisse, mit hohem finanziellem Aufwand betrieben?

Dafür, und für nichts anderes, werden die vielen Mahnmale stehen, wenn es uns nicht gelingt, einen neuen Holocaust im Keim zu ersticken.

Durch den Bau dieser Mahnmale sind wir Bürger nie aus der Verantwortung für die Zukunft entlassen worden. Einig müssen das falsch verstanden haben. Nicht zuletzt auch auf Grund von sonderbaren Begrifflichkeiten, wie zum "Gedenken an die Opfer der Gewaltherrschaft", die scheinbar über unser Volk gekommen ist wie eine Naturgewalt.

So werden heute wieder die gleichen Fragen gestellt: Woher kommt das jetzt wieder? - so als ginge es um ein nicht erklärbares Phänomen. Und so plötzlich? " als hätte niemand bemerkt, dass diese Entwicklung hin zum Faschismus sich schon vor vielen Jahren abzeichnete.

Auf Grund dieser Situation wurde mir klar, nicht noch ein solches Mahnmal zu bauen, mit dieser Tradition zu brechen.


Der Sühnestein 1992, den ich mit den Fittingen aufgestellt habe, steht für eine andere Qualität. Er soll klar machen, dass wir alle, und ich beziehe mich natürlich mit ein, eine Schuld tragen, zumindest eine Mitschuld:

Die Täter wie auch die Beifallklatscher und die passiven Zuschauer nicht minder. Die vielen, die Verständnis aufbringen können für die neuen Pogrome und die Schuldigen natürlich nicht in ihrem Umfeld sehen.

Auch die, die aufste
- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -hen gegen diesen primitiven und unsinnigen Terror, wenn sie nicht stark genug sind und nicht alle Kräfte mobilisieren. Wenn sie nicht endlich eine deutliche Sprache sprechen und die Dinge beim Namen nennen. Wenn sie zurückschrecken, weil ihr Handeln, oft behindert von einigen Autonomen, von einigen so genannten "Demokraten" in dieser Gesellschaft, als Terror von links bezeichnet wird. Diese Menschen wollen nur ablenken vom eigentlichen Problem, dessen Nährboden sie selbst bereitet haben.

Eine gewisse Portion Anarchie hat unserer Gesellschaft noch nie geschadet. Wie hätten wir sonst mit einigen unsinnigen Traditionen brechen können?


Es gibt keinen Terror von links oder rechts: Wo aus politischen Gründen gefoltert, getötet und gemordet wird, um Macht zu erlangen " da ist Faschismus.

Schon die allernächste Zeit wird zeigen, ob das Aufstellen des Sühnesteines 1992 ein Akt des "Freikaufens" war oder ein Gedenkstein zur richtigen Zeit, der an eine hoffentlich nur kurze Episode der Verirrung und stumpfsinniger Dummheit einiger weniger erinnert.

Er wird dafür stehen, schon jetzt klarzumachen, dass niemand sich aus der Verantwortung entziehen kann; denn Verantwortung hat man in einer demokratischen Gesellschaft; sie muss einem nicht erst, von wem auch immer, gegeben werden.

Wir müssen verhindern, dass die Würde des Menschen oft erst dann eingefordert wird, wenn schon Mord und Totschlag sich etabliert haben. Denn wenn es dann zu spät ist, wollen alle wieder nur Opfer gewesen sein."


Udo Kurz, Bildhauer